Angelika Lincoln

Yoga und Fotografie

- mein Herzens Weg

Yoga und Fotografie..

Wie passt das zusammen fragst Du Dich vielleicht?

Tja, das ist eine gute Frage, auf die ich  selbst sehr lange keine Antwort hatte. Ausser: „Du wirst Dich wohl irgendwann mal entscheiden müssen!

Spätestens wenn Du wieder in Deutschland lebst“.

 

Ein kleiner Freiheitskämpfer in mir gab sich damit aber nicht zufrieden. Und so machte ich mich auf die Suche nach einer Antwort, die zu mir passte.

Die Liebe zur Fotografie entdeckte ich in einem magischen Augenblick in meiner Jugend in einer Dunkelkammer.

Fasziniert verfolgte ich die Entwicklung eines Bildes und war sofort gebannt von der Möglichkeit, seine Erlebnisse auf Papier fest zu halten.  

Auch wenn ich über die Jahre technisch mit der Zeit gegangen bin, hat sich an meiner Passion fürs fotografieren nichts geändert. Seit ich denken kann gehe ich darin auf, Geschichten in Bildern zu erzählen. Oft vergesse ich alles um mich herum, wenn ich die Kamera in der Hand halte. 

Es ist ein großes Glücksgefühl.

 

Zum Yoga kam ich nach einer ausgestandenen Herzerkrankung.  Schon in den ersten Stunde merkte ich, daß die Übungen  „etwas Gutes mit mir machten“.  Sie gaben mir Kraft und erlaubten mir mit meinem Herz in Verbindung zu bleiben und es bei seiner Heilung zu unterstützen.

Damals wusste ich noch nicht, daß der erste Schritt auf die Matte der Anfang für einen ganz neuen Weg in meinem Leben  werden sollte. 

 

Es vergingen jedoch erst einige Jahre, in denen ich im Berufsleben als Produktlinie manger um die Welt - privat  auf der Matte zu mir selbst reiste. Mein Herz und mein Verstand lebten in friedlicher Co-existenz neben- , aber nicht miteinander.

Als Türe nach Asien aufging, spürte ich, daß es die Chance war mich auf die Suche nach meinem wahren Herzensweg zu machen.

Die Angst, alles zurück zu lassen ,war groß. Aber die Neugierde siegte und etwas in mir wusste, daß ich etwas Großartiges finden  würde.

 

In China angekommen, bildete ich mich in Fotografie weiter und setzte erste Konzepte um. Erfolgreich portraitierte ich  das Leben von Expats in Shanghai und  unterstütze mit meiner Arbeit  „Heart to Heart“,  eine von Expats organisierte Charity  die armen Kindern mit schweren Herzfehlern eine lebensnotwendige Operation ermöglicht.

 

Bedingt durch meine eigene Geschichte fühle ich mich bis heute Heart to Heart sehr verbunden.

Es ist mir wichtig, von meinem Glück etwas abzugeben. . 

Es erfüllt mein Herz und gibt nicht zuletzt meiner Arbeit einen Sinn.

 

Yoga hingegen betrachtete ich stets als meinen ganz persönlichen Weg.

Es war und ist wie ein guter Freund, der immer an meiner Seite ist.

Das Ziel meiner Ausbildung später  in den USA war zunächst, gar nicht zu unterrichten. Vielmehr war es ein Traum, der in Erfüllung ging und der mir erlaubte, nach vielen Jahren meiner Praxis neue Tiefe zu geben und zu besiegeln.

 

Nur einen Tag nach meiner abgeschlossenen Prüfung wartete der Umzugscontainer vor der Tür.

Nach 7 Jahren in der Welt, war es Zeit nach Deutschland zurück zu kehren

Foto by Alexandra Feitsch Fotografie (2013)

Wer schon einmal im Ausland gelebt hat, weiß, wie schwer es sein kann wieder zurück zu kommen.

Man fühlt sich ein bisschen wie ein Puzzleteil, das sich verformt hat und nicht mehr an seinen alten Platz passt.

Unzählige Erlebnisse und Menschen aus fremden Kulturen hatten mich geprägt. Ich hatte mich weiter gebildet, Zeit Geld und Emotionen investiert um auf meinem Weg weiter zu kommen.

Immer wieder habe ich dabei neue Seiten an mir entdeckt.

Im Ausland schien alles möglich.

Aber wer wollte ich nun in Deutschland sein?

Aus der Expatwelt zurück in der Realität?

 

Fotografin, Yogalehrerin - oder aus existenziellen "Sicherheitsgründen" vielleicht doch in den alten Job zurück?

Ach ja, und Mutter war ich auf meiner Reise ja auch noch geworden!

 

Zurück in Deutschland besuche ich eines Tages einen Kongress mit dem Thema: "Mein Leben, mein Job und ich". Dort erkannte ich, daß ich zum einen nicht alleine mit meiner Frage war und zum anderen es heutzutage auch in Deutschland völlig normal ist, sich in der Mitte seines Lebens beruflich noch einmal komplett neu auszurichten. 

Aber sollte ich wirklich zweigleisig fahren?

Und was ist der gemeinsame Nenner der Yoga und Fotografie für mich verbindet? 

Die Antwort darauf ist: 

Weil mir beides am Herzen liegt.

Weil ich beides mit Liebe lebe.

Und weil für mich Yoga und Fotografie mit dem Herz und der Seele eines Menschen zu tun hat. 

Als Yogalehrer habe ich die Möglichkeit, ein Licht in einem eines Menschen zu entzünden.

Sein Vertrauen zu wecken und ihn darin zu bestärken ganz bewusst seinen Lebensweg zu gehen und darin zu wachsen. 

 

Wenn er dann in seinem Licht steht und bereit ist sich der Welt in seiner Freude und unverwechselbaren Schönheit zu zeigen, dann möchte ich dabei sein.

Und  diesen Moment für ihn für immer fest halten.  

Trust - expand - flourish. 

 

Das ist mein  Herzensweg.

Dafür bin ich hier.

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Foto by Alexandra Feitsch Fotografie (2020)

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Übrigens:

Mein kleines Strichmännchen kritzelte ich aus einem Impuls heraus vor einigen Jahren einmal in Shanghai in mein Notizbuch. 

Über die Jahre blieb es dort wie ein Samenkorn versteckt.

Bis ich es jetzt wieder fand.

Spontan malte ich ihm eine Kamera in die Hand.

 

Ich fing an zu  schmunzeln und wusste:

 

Es ist Zeit sichtbar zu werden :-)

Wenn Du mehr über meine Arbeit und Leben in Shanghai wissen möchtest, dann schau doch gerne mal auf meinen alten Blog

www.AngelikaLincolnPhotography.com